Projekte

In diesem Bereich berichten wir beispielhaft über Projekte, die die Stiftung unterstützt.

 

Buchprojekt „Rad fahren“ in Kooperation mit dem Museum der Arbeit und der Barmbeker Stadtteilschule

In Anlehnung an das in 2012 stattgefundene Projekt „Spiel und Straße in Barmbek“  von der Stadtteilschule Fraenkelstraße, dem Museum der Arbeit und Besuchern des Nachbarschaftstreffs in Barmbek sollte es aufgrund der netten und produktiven Zusammenarbeit eine Wiederauflage dieser Kooperation geben.

Gesagt getan. Als Anlass und Thema eignete sich hervorragend das Thema „Fahrrad fahren“ passend zur Ausstellung „Das Fahrrad – Kultur, Technik, Mobilität“ im Museum der Arbeit.

So trafen am 7. Oktober 2014 22 Schüler einer 8. Klasse der Barmbeker Stadtteilschule und Seniorinnen und Senioren aus den Nachbarschaftstreffs Barmbek und Langenfelde erstmalig bei dem gemeinsamen Ausstellungsbesuch aufeinander. Hier erfuhren alle Besucher Interessantes rund um das Thema „Fahrrad“ und es wurden bereits erste Kontakte für die zweite Projektphase – die Befragung im Nachbarschaftstreff – geknüpft.

Ende Oktober hatten die Schülerinnen und Schüler beim Besuch des Nachbarschaftstreffs in Langenfelde dann die Gelegenheit, die Seniorinnen und Senioren zu ihren persönlichen Fahrraderlebnissen zu befragen. Nach dem lebendigen Austausch zwischen den Generationen hatten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, die vorgetragenen Geschichten aufzubereiten und mit selbsterstellten themenbezogenen Linolschnittdrucken in einem Buch zusammenzutragen.

Bei einem Gegenbesuch in der Stadtteilschule im November erhielten die Seniorinnen und Senioren Einblicke in das heutige Schulgeschehen und konnten sich vor Ort ein Bild von dem besonderen Bezug der Schülerinnen und Schüler zum dem Thema „Fahrrad“ machen. Der Standort Tieloh der Barmbeker  Stadtteilschule betreibt die Schülerfirma „tieloh-bike“. In der Fahrradwerkstatt werden von den Schülerinnen und Schülern Fahrräder gebaut, gewartet und repariert.

In den Folgemonaten ist dann viel passiert: Es wurde fleißig an den Texten gearbeitet, Linolschnitte und Steindrucke wurden erstellt und in enger Zusammenarbeit mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums erfolgte dann der praktische Teil des Buchdrucks in der Druckwerkwstatt des Museums der Arbeit.

In dieser Phase war die Ausdauer aller Beteiligten sehr gefragt, denn für die Auflage des Buches erfolgten pro Motiv 100 handgefertigte Exemplare. Hierbei entdeckte so mancher Schüler seine neue Leidenschaft.

Am 23. März 2015 konnten dann alle Beteiligten dieses generationsübergreifenden Projektes im Rahmen einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung im Museum endlich voller Stolz das fertigerstellte Buch „World of biking – Fahrradwelten“ in den Händen halten.

Begleitet von Danksagungen aus den verschiedenen Institutionen fand das mehrmonatige Projekt mit Lesevorträgen aus dem Buch durch Schülerinnen und Schüler seinen feierlichen Abschluss. Alle Beteiligten waren sich einig, dass ein Projekt dieser Art unbedingt eine Fortsetzung finden muss!

 

Ausgezeichnet! Biografieprojekt von Senioren der Linse und der Stadtteilschule Stellingen

Was im Rahmen eines Puppenspiel-Projektes zwischen Jung und Alt im Juni 2013 begann, wurde im November 2013 in Form eines Biographieprojektes zwischen Senioren der Linse und Schülern der Stadtteilschule engagiert fortgesetzt.

Die Entstehung eines eindrucksvollen und berührenden Buches mit dem Titel „Lebensgeschichten aus der Linse“ sowie das positive Miteinander zwischen Senioren und Schülern bestärkte uns darin, dieses tolle Projekt für den Schulpreis der Hamburger Wirtschaft vorzuschlagen.

Dieser wird von der Handelskammer Hamburg vergeben. Mit diesem Schulpreis zeichnet die Hamburger Wirtschaft Schulen und Unternehmen aus, die Wirtschaftsthemen mit herausragenden Projekten in den schulischen Unterricht integriert oder im Rahmen einer Kooperation den Dialog zwischen Schule und Wirtschaft vorangebracht haben.

Wir freuen uns sehr, dass das Engagement aller Beteiligten am 8. Dezember 2014 durch die Verleihung einer Urkunde der Handelskammer Hamburg ausgezeichnet wurde.

 

LUKULULE-Camp 2014 auf Föhr

Seit vier Jahren veranstaltet LUKULULE in den Sommerferien eine achttägige Projektreise für Kinder und Jugendliche. Im August 2014 konnten erneut 48 Kin-der und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 23 Jahren ihre Koffer packen und eine wunderbare gemeinschaftliche Woche auf Föhr verbringen.

Neben dem Erholungsfaktor, der mit dieser Reise einhergeht, wurde von den Kursleitern ein kreatives Angebot aus den Bereichen Tanz, Gesang, kreatives Schreiben und Schauspiel zusammengestellt. Darüber hinaus wurde eine „Zukunftswerkstatt“ angeboten, in der die Kinder und Jugendlichen der Frage „Wie wollt Ihr leben?“ nachgingen und ihre Impulse festhielten. Das Besondere an diesem Camp sind jedoch nicht nur die angebotenen Workshops, sondern vielmehr die Gemeinschaft mit anderen und die familiäre Atmosphäre in einer schönen entspannten Umgebung. Die Älteren lasen den Jüngsten Gute-Nacht-Geschichten vor, Freundschaften blühten auf, Außenseiter wurden zum Mittelpunkt des Geschehens – unabhängig davon, aus welchem sozialen und kulturellen Umfeld ein Teilnehmer kommt.

Zum krönenden Abschluss der Reise konnten die jungen Teilnehmer ihr Können und Erlerntes im Strandcafé „Schapers“ zeigen, sorgten damit für ausgelassene Stimmung und erhielten viel Zuspruch. Diese positiven Erlebnisse stärken das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen und wirken noch lange nach. Insbesondere sozial benachteiligte junge Menschen profitieren von dieser Erfahrung und schöpfen Kraft und Motivation für ihren nicht immer leichten Alltag.

Die uns zur Verfügung gestellten Bilder zeigen den Erfolg und den Spaß der Reise für alle Beteiligten. Dies bestätigt ebenso die Geste eines Teilnehmers, der voller Begeisterung eine Postkarte an unsere Geschäfts-stelle schickte.

 

Umbau des Bürgerhauses in Barmbek

Das Bürgerhaus in Barmbek ist ein Stadtteilkulturzentrum in Barmbek-Nord. Ursprünglich diente das 1930 nach Plänen von Fritz Schumacher erbaute Gebäude als Polizeiwache. Seit 1983 ist es zum festen Anlaufpunkt im Stadtteil für die Barmbeker und Kulturinteressierte aller Altersgruppen geworden.


Mit zunehmendem Interesse an den Bildungsangeboten, Veranstaltungen und Gruppentreffen wurde vor etwa 10 Jahren deutlich, dass die Räumlichkeiten zukünftig nicht mehr für die Anzahl der Besucher ausreichen würden. 2005 entschloss man sich für eine Erweiterung. Nach Sicherung der Finanzierung nahmen in 2013 Bagger und Kran die Arbeit auf.

Am 30. August 2014 war es dann endlich soweit und der Erweiterungsbau konnte mit einem Sommerfest eingeweiht werden. Der Umbau des „alten Teils“ des Bürgerhauses hat zu einer Vergrößerung des gemütlichen Cafébereichs geführt und erstrahlt nun in neuem Glanz. In diesem Zuge wurde zum Teil auch neues Mobiliar angeschafft. Zu den von unserer Stiftung finanzierten neuen Tischen passen die von Freunden des Bürgerhauses auf „Shabby Chic“ getrimmten Stühle sehr gut.

 

Nachwuchskicker von Altona 93 besuchen St. Petersburg

Seit längerem bestehen zwischen dem Altonaer Fußball-Club von 1893 und der Jugendsportschule des FC Lokomotive St. Petersburg intensive Kontakte. Diese wurden über das Komitee für Jugendpolitik der Stadt St. Petersburg ermöglicht und führten 2014 zu einer Einladung der aktuellen B-Jugend von Altona nach St. Petersburg. Dank der Unterstützung von Sponsoren erhielten 14 fußballbegeisterte Jugendliche im Alter von 15 Jahren die Möglichkeit, unsere Partnerstadt zu besuchen.

Neben dem interkulturellen Austausch mit dem Gastgeber FC Lokomotive St. Petersburg standen ein gemeinsames Trainingslager zur Vorbereitung auf die neue Verbandsligasaison und das Kennenlernen der Stadt St. Petersburg auf dem Programm. Die Jugendlichen wohnten, umgeben von zahlreichen russischen Sportmannschaften unterschiedlicher Sportarten, im Sporthotel der Volleyballakademie, trainierten bereits um acht Uhr morgens auf dem Kunstrasenplatz in der Nähe und absolvierten mehrere Freundschaftsspiele.

Altona 93

Insbesondere der bunt gestaltete Tag im Trainingscamp vom FC Lokomotive St. Petersburg war eine positive Erfahrung für alle Beteiligten und bleibt in guter Erinnerung. Es gab u. a. ein Spiel mit zwei deutsch-russischen gemischten Mannschaften, das für riesigen Spaß sorgte, da in mehreren Sprachen und mit Händen und Füßen miteinander kommuniziert wurde. Gleichzeitig war dies die Gelegenheit für die Nachwuchskicker, ihre Austauschmannschaft besser kennenzulernen und freundschaftliche Kontakte zu knüpfen.

FC Lokomotive St. Petersburg

So endete dieser Trainingstag bei einem gemeinsamen Abendessen und einem sehr herzlichen Abschied. Auch die atemberaubenden Sehenswürdigkeiten und Kulturstätten von St. Petersburg und Umgebung kamen nicht zu kurz: So besichtigten die Jugendlichen u. a. die imposante Baustelle des Stadions für die WM 2018, besuchten die prachtvolle Sommerresidenz des Zaren in Petershof und erkundeten die wunderschöne Innenstadt von St. Petersburg.

Das Ziel, historische Hintergründe aufzuzeigen, sportliche Begegnungen auf internationaler Ebene zu ermöglichen und letztendlich das interkulturelle Verständnis und die Toleranz füreinander zu fördern, wurde vollends erreicht: Die Nachwuchskicker kommunizieren weiter über Facebook und WhatsApp miteinander. Schon jetzt freut sich Altona 93 auf den Gegenbesuch der russischen Mannschaft im Sommer 2015 in Hamburg-Altona!

 
 

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